Galerie.Z
   

Drago Persic
"Mysterious Pair of Hands HYPNOTIZE a Siamese CAT & CRASHES"

Ausstellungseröffnung                          15. Okt. 2020
Der Künstler ist anwesend

Es spricht                                               Margot Prax

Ausstellungsdauer                                15|10|2020 - 14|11|2020

 

 

 

 

 

Das Zelebrieren des Unsichtbaren

Mit Drago Persic setzt die Galerie.Z in Hard das coronabedingt durchwirbelte Ausstellungsjahr fort. Der Künstler ist 1981 in Banja Luka/ Bosnien Herzegowina geboren und in Vorarlberg aufgewachsen. An der Akademie der bildenden Künste in Wien studierte er in der Meisterklasse von Muntean/Rosenblum, Elke Krystufek und Hans Scheirl. In seinen Arbeiten, die international große Beachtung finden, thematisiert er regelmäßig das Verhältnis von Mensch und Bekleidung, Körper und Tuch, Leib und Gewand. Dies führt konsequenterweise zu den unterschiedlichsten Aspekten von Verhüllen und Verbergen, was in Zeiten von Instagram und tik tok zusätzliche Dankanstöße liefert und Ambivalenzen aufzeigt, wenn es um das Verhüllen von Körpern geht.

Zeigen und Verstecken
Im vergangenen Jahr wurde Drago Persic mit dem Vorarlberger Kulturpreis in der Kategorie Malerei ausgezeichnet. Die Begründung dafür lautete: „In seiner Kunst paart sich handwerkliche Meisterschaft mit formaler Experimentierlust und intellektueller Stärke. Persic bleibt in seinen Bildern zwei Dingen seit vielen Jahren treu. Den Farben Schwarz und Weiß und dem Motiv des Vorhangs, des Faltenwurfs.
Jetzt wagte er einen Ausflug in Bunt und malte das Motiv des Tischtuchs in allen darstellbaren Farben.“

In der Ausstellung mit dem ebenso verheißungsvollen wie kryptischen Titel „Mysterious Pair of Hands HYPNOTIZE a Siamese CAT & CRASHES“ kehrt er wieder zu intensivem Schwarz-Weiß zurück. Dank der ausgeklügelten Kompositionen, der sehr detailliert ausformulierten Maltechnik und den präzise festgehaltenen Lichtverhältnissen erschafft der Künstler eine stupende Farbtiefe, was zugegebenermaßen widersprüchlich klingt, de facto aber nicht so ist.
Gerade die Absenz von Farben gibt nämlich den Blick auf die mannigfachen Abstufungen von Schwarz-Weiß, auf die feinsten Schattierungen, auf das Zusammentreffen von Licht und Dunkelheit und den Verläufen dazwischen frei.

Aufgebaut sind die monochromen Malereien auf penibel inszenierte Fotografien, in denen Drago Persic nichts dem Zufall überlässt. Objekte, Licht, Perspektiven und Konstellationen sind vollends orchestriert. Offenlegen durch Verbergen und damit das teilweise beiläufige Schauen der Betrachter zu schärfen, ist dabei seine Methode.

Den Verlust zelebrieren
Das Motiv des Tuchs, unter dem sich ein Körper verbirgt, taucht in seinem umfangreichen Oeuvre häufig auf. Teilweise ist es ein eleganter Faltenwurf, der die Konturen der darunterliegenden Figur sanft umschmeichelt, sie nachzeichnet und betont. Manchmal entwickelt die Draperie sogar ein lebhaftes Eigenleben und behauptet sich eigenständig. Der Künstler zelebriert geradezu das Verborgene, das nicht Sichtbare, was wesentlich zur Anziehungskraft seiner Werke beiträgt.
Die zentrale Frage, die Drago Persic mit seiner Kunst stellt, ist die nach der Autonomie des Gemäldes im Konflikt mit der Repräsentationsfähigkeit des Tromp L`oeil.
In der Schau in der Galerie.Z wird Drago Persic diesen Täuschungseffekt gewohnt brillant einsetzen und mit der Verwendung von Projektoren noch steigern.

Drago Persic
"Mysterious Pair of Hands
HYPNOTIZE a Siamese CAT"
2020
Oel auf Leinwand
40 x 30 cm

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